Rechtschreibreform: Wie schreibt man jetzt richtig?
Mit der Rechtschreibreform von 1996 wollte man die deutsche Rechtschreibung deutlich vereinfachen. Die Rechtschreibregeln hat man 2004 und 2006 nochmals überarbeitet. Häufige Fehlerquellen in der Übersicht.
Deutsche Sprache, schwere Sprache? Die Rechtschreibreform des Jahres 1996 hatte sich zum Ziel gesetzt, die deutsche Rechtschreibung deutlich zu vereinfachen. Heute wird die neue deutsche Rechtschreibung in der Schule gelehrt und auch von einer Mehrheit der deutschen Verlage angewendet. Widerstand gegen die neuen Rechtschreibregeln regt sich allerdings immer wieder und hat zu einer Vermischung der alten und neuen Rechtschreibregeln im Alltag geführt.
Das Ziel der Rechtschreibreform war eine merkliche Vereinfachung der deutschen Rechtschreibung. Mit Veröffentlichung der neuen deutschen Rechtschreibregeln 1996 haben sich Deutschland, Österreich sowie die deutschsprachige Schweiz und Liechtenstein darauf geeinigt, die neuen Rechtschreibregeln 1998 einzuführen. Aufgrund der zahlreichen Kritikerstimmen hat man weitere Anpassungen der neuen Rechtschreibregeln vorgenommen. Nachdem sich Schriftsteller bereits auf der Frankfurter Buchmesse 1996 gegen die neuen Rechtschreibregeln aussprachen, kündigten später ganze Verlage an, zur alten deutschen Rechtschreibung zurückkehren zu wollen. Im Jahr 2006 wurde die Rechtschreibreform dann offiziell durch die Bundesländer bestätigt.
Bis heute halten sich die Deutschen in puncto Akzeptanz der neuen Rechtschreibregeln sehr bedeckt: Etwa 50 Prozent lehnen die Rechtschreibreform ab. Viele Deutsche bemängeln, dass man heute gar nicht mehr wisse, wie bestimmte Wörter denn nun korrekt zu schreiben sind. Der Katalog der Neuerungen im Rahmen der Reform ist lang.
Zu den viel diskutierten Änderungen in der deutschen Rechtschreibung, die mit der Reform in Kraft traten, gehören Wörter mit dreifach nacheinander folgenden Buchstaben wie „Schifffahrt“. Bei zusammengesetzten Wörtern fallen einzelne Buchstaben heute nur noch in Ausnahmefällen weg, wie z.B. bei „Mittag“. Aus dem Buchstaben Eszett ist weitgehend ein doppeltes S geworden. Fremdwörter wie Delfin oder Thunfisch wurden der deutschen Sprache angepasst. Auch die Groß- und Kleinschreibung und die Zusammenschreibung hat man reformiert. Die Kommasetzung hat man ebenfalls eingeschränkt. Das Komma nach „oder“ und „und“ fehlt jetzt vollkommen.