16. Juni 2010

Legasthenie: Förderung der Lese-Rechtschreibschwäche

Etwa vier Prozent der deutschen Schüler leiden unter einer Lese-Rechtschreibschwäche, auch bekannt als Legasthenie. Die Förderung sollte möglichst frühzeitig beginnen. Therapien werden von den Kassen bezahlt.

Legastheniker rückten in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Bei Legasthenie handelt es sich um eine Lese-Rechtschreibschwäche, von der immerhin vier Prozent der Schüler in Deutschland betroffen sind. Legastheniker haben Probleme beim Lesen und Schreiben. Ohne Therapie scheitern Legastheniker nach der Grundschule an ihrer vererbten oder erworbenen Schwäche, so dass geeignete Therapiemaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden sollten.

Nicht jede Schwierigkeit beim Lesen und Schreiben ist gleich eine Legasthenie. Eltern sollten beim Verdacht auf eine Lese-Rechtschreibschwäche aber frühzeitig einen Arzt konsultieren: Die besten Therapieaussichten haben Kinder, die sehr früh mit einer Legasthenie Förderung beginnen. Legasthenie ist allerdings nicht „heilbar“ und besteht ein Leben lang. Die Betroffenen können durch geeignete Fördermaßnahmen aber erlernen, ihre Lese-Rechtschreibschwäche zu kompensieren. Anzeichen für Legasthenie sind unter Anderem beim Lesen verwechselte und vertauschte Wörter, ein langsames Lesetempo, Startschwierigkeiten beim Lesen und das Ersetzen von Buchstaben im Satz. Beim Schreiben machen Legastheniker oft Fehler in der Groß- und Kleinschreibung und können Sätze nicht richtig strukturieren.

Die Ursachen für Legasthenie werden noch erforscht. Die Wissenschaft geht aber davon aus, dass Legasthenie genetisch vererbt und etwa in Risikofamilien auch erworben wird. Die Möglichkeiten zur Legasthenie Förderung sind vielfältig, sollten aber wirklich frühzeitig angesetzt werden. Zu den anerkannten Therapiemaßnahmen bei Legasthenie gehören die Ergotherapie, psychomotorische Therapien und Integrationstherapien. Bei diagnostizierter Lese-Rechtschreibschwäche werden diese Kosten von der Krankenkasse übernommen. Die Förderung legasthenischer Kinder geht aber auch Zuhause weiter, wo Eltern mit ihren Kindern verschiedene Trainingsprogramme durchlaufen können. In Deutschland haben sich auch bereits spezialisierte Schulen für Legastheniker gegründet. Moderne Computerprogramme erleichtern Legasthenikern mit einer automatischen Fehlerkorrektur und Vorlese-Programmen das Schreiben und Lesen – ein Leben lang.

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