Die Rechtschreibregeln als Basis für die Orthografie
Die deutschen Rechtschreibregeln sind immer wieder Zündstoff für Diskussionen. Sie seien zu kompliziert und werden zu häufig geändert, sodass viel Menschen durcheinander sind, wie welches Wort aktuell geschrieben wird.
Die deutsche Rechtschreibung ist auf verschiedene Rechtschreibregeln begründet. Die ersten deutschsprachigen Dokumente stammen aus dem 8. Jahrhundert nach Christus und sind nach dem lateinischen Alphabet zu Papier gebracht worden. Die ersten Rechtschreibregeln waren die Satzkennzeichnung durch die Virgel, heute werden diese als Schrägstriche bezeichnet, und die Kennzeichnung der neuen Satzanfänge durch die Großschreibung der Anfangsbuchstaben. Diese Regeln entstanden im 13. Jahrhundert.
Heutzutage wird die deutsche Rechtschreibung, auch Orthografie genannt, regelmäßig überarbeitet und erneuert. Martin Luther hat mit seiner Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache die Verbreitung der deutschen Sprache auch in Schriftform vorangetrieben. Johann Adelung war 1788 einer der Ersten, die Vorschläge zu einer einheitlichen Orthografie entwickelten, welche einige Zeit später die Basis für den Deutschunterricht und dem damit verbundenen Lernen der deutschen Rechtschreibregeln bildete. Die deutsche Rechtschreibung ist für viele Menschen unübersichtlich. Kaum hat man sich an eine Schreibform, beispielsweise von einzelnen Wörtern gewöhnt, wird sie auch schon wieder geändert. Die Rechtschreibregeln richten sich nach bestimmten Gebieten. Dazu zählen die Worttrennung, die Eigennamen, die Laute und Buchstaben, die Groß- und Kleinschreibung, der Bindestrich, die Fremdwörter, die Zeichensetzung und die Getrennt- und Zusammenschreibung. Jedes dieser Themenkreise beinhaltet verschiedene Regeln, die sich nach der aktuell überarbeiteten Orthografiefassung richten.
Die deutsche Rechtschreibung wird in zwei Formen unterschieden. Einerseits gibt es die morphophonemische Rechtschreibung, welche Ableitungsbeziehungen zwischen unterschiedlichen Wörtern beschreibt. Zu diesen Wörtern gehören unter anderem konjugierte, deklinierte und komparierte Wortformen. Der zweite Ansatz, der phonemische Rechtschreibansatz befasst sich mit der Beziehung zwischen dem Schriftbild und der Lautfolge. Im Prinzip beschreibt der Ansatz das einfache Credo, dass man so schreibt, wie man auch spricht. Die Rechtschreibregeln bereiten vielen Menschen große Probleme, zum Beispiel denen mit LRS.